Heute ist Weltqualitätstag!12 | 11 | 15

Immer am zweiten Donnerstag im November ist Weltqualitätstag. Ich finde, das ist ein guter Anlass, mal kurz über Qualität nachzudenken.

Über den Autor:

Benedikt Sommerhoff leitet bei der DGQ das Themenfeld Qualität & Innovation. Er beobachtet, analysiert und interpretiert die Paradigmenwechsel und Trends in Gesellschaft und Wirtschaft sowie ihre Wirkungen auf das Qualitätsmanagement. Seine zahlreichen Impulse in Form von Publikationen und inspirierenden Vorträgen geben Orientierung in Zeiten des Wandels. Sie ermutigen zur Neukonzeption des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten des DGQ-Netzwerks aus Praxis und Wissenschaft arbeitet Sommerhoff in Think Tanks und Pionierprojekten an der Entwicklung, Pilotierung und Vermittlung innovativer Konzepte und Methoden.

3 Kommentare bei “Heute ist Weltqualitätstag!”

  1. Interessant für Menschen, die sich intensiver mit diesem Zusammenhang auseinandersetzen möchten ist vielleicht der Leitfaden des gemeinsamen Fachkreises des internationalen Controller Vereins e.V. (ICV) und der DGQ. Dort wird das Konzept der „wirtschaftlich relevanten Qualität“ erarbeitet. Mehr Infos unter
    http://www.haufe.de/controlling/controllerpraxis/icv-leitfaden-controlling-und-qualitaet_112_280934.html

  2. Wenn ich am heutigen Weltqualitätstag über Qualität nachdenke (- wie durch Ihr Video angeregt -), dann muss meiner Meinung nach die Lebensqualität ganz oben stehen, und zwar nicht nur für den (profitorientierten) Menschen, sondern für alle Lebewesen, also auch Nutz- und Wildtiere sowie Gewässer und Pflanzen, und dann lande ich ganz schnell mit meinen Gedanken bei dem Thema Biodiversität. Und wenn ich dann im Internet lese, der Bundesverband d. Dtsch. Industrie habe sich jüngst zum Thema Biodiversität und Ökosystemleistungen positioniert und eine Ablehnung mit Verweis auf Wachstumsnotwendigkeit ausgesprochen, dann frage ich mich, ob man dort nicht wahrnimmt, dass es für die Ökosysteme 5 vor 12 ist, auch wenn viele schon längst versuchen, das Ruder herumzureißen. Und da geschieht ja auch ganz viel im Ruhrgebiet, das ja noch vor 100 Jahren eine Dreckschleuder war und wo die Umwelt zu Gunsten der Industrialisierung vollkommen missachtet und zerstört wurde.

  3. Benedikt Sommerhoff sagt:

    Liebe Frau Schönhagen, vielen Dank, dass Sie meinen Blick auf die BDI Stellungname zu Biodiversität gelenkt haben.
    Dass im Jahr 2015 immer noch diese Vision eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums vorherrscht, finde ich frustrierend, zumal nachhaltig in dieser Wortkombination und von diesem Absender typischerweise für immer anhaltend bedeutet. Das widerspricht allem, was wir heute wissen könnten. Das BDI Zitat: „Zwar wird der Thematik seitens des BDI eine hohe Bedeutung beigemessen; verstärkte Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Biodiversität und Ökosystemleistungen werden jedoch unter Verweis auf Wachstumsnotwendigkeiten am Industriestandort Deutschland abgelehnt.“ finde ich in seiner Dialektik entlarvend. In den BDI Unternehmen erkennt man Themen mit hoher Bedeutung auch daran, dass die Leitung sie mit angemessenen Ressourcen und Maßnahmen ausstattet.

    In der Wirtschaft müssen wir uns heftig und wohl für eine Zeitlang immer wieder neu über die Bedeutung von „Nachhaltigkeit“ unterhalten. Genauso wie über die Bedeutung von „Qualität“.

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