Six Sigma: Rollen und Verantwortlichkeiten7 | 06 | 17

Six Sigma Rollen und Verantwortlichkeiten

Ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Einführung von Six Sigma in Unternehmen ist die Akzeptanz für diese Methode. Um diese Akzeptanz schaffen zu können, werden Projektteams benötigt, die interdisziplinär bzw. abteilungsübergreifend aufgestellt sind. Aber auch die Vorgesetzten und die von den Verbesserungsprojekten betroffenen Mitarbeiter sollten informiert und mit der Six Sigma Methodik vertraut gemacht werden. Hierfür braucht es klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten sowie ein intensives Methodentraining für alle, die an den Six Sigma Projekten mitwirken.

Die Rollen im Six Sigma Konzept

Die Rollen im Six Sigma Konzept sollten auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten bzw. durch dieses definiert sein und in der alltäglichen Praxis konsequent umgesetzt werden. Im Six Sigma Konzept werden die Rollen mit den jeweiligen „Belts“ bezeichnet und in Anlehnung an den japanischen Kampfsport nach Farben unterschieden: White Belt, Yellow Belt, Green Belt und Black Belt. Wie auch beim Kampfsport lässt sich anhand der Belts festlegen, welche Kenntnisse und Verantwortlichkeiten der jeweiligen Rolle zugeschrieben sind.

Neben den Belts gibt es weitere Rollen, die bei jedem Six Sigma Projekt festgelegt werden müssen: Projekt-Sponsoren (oder auch: Champions), Executives und Prozesseigner.

Yellow, Green und Black Belt – das gehört zu ihrer Rolle

Die Six Sigma Rollen werden gerne als Pyramide dargestellt, an deren Basis sich die Yellow Belts befinden und deren Spitze die Projekt-Sponsoren und Champions darstellen.

Six Sigma Yellow Belt

Yellow Belts bilden eine wichtige Grundlage für die Six Sigma Projektteams. Sie sollten grundlegende Kenntnisse zur systematischen Vorgehensweise in Six Sigma Projekten haben und die notwendigen Tools und Methoden kennen. Als Experten im eigenen Arbeitsumfeld unterstützen Sie die Projektteams auf operativer Ebene.
Erfahren Sie mehr über die Aufgaben eines Yellow Belt.

Six Sigma Green Belt

Während Yellow Belts die Rolle der Unterstützer übernehmen, nehmen Six Sigma Green Belts die Rolle der Projektleiter im eigenen Abteilungsumfeld wahr. Die Projektarbeit erfolgt dabei meist in Teilzeit mit etwa 20% der Arbeitszeit. Green Belts managen ihre eigenen DMAIC-Projekte und sind für deren Erfolg verantwortlich.
Erfahren Sie mehr über die Aufgaben eines Green Belt.

Six Sigma Black Belt

Den Green Belts stehen erfahrene Black Belts oder Master Black Belts zur Seite. Black Belts sind als Projektleiter für komplexe Verbesserungsprojekte im Unternehmen verantwortlich. Sie sind Methodenspezialisten und verfügen über hohe fachliche und soziale Kompetenz.
Erfahren Sie mehr über die Aufgaben eines Black Belt.

Infografik: Übersicht aller Rollen im Six Sigma Konzept

In unserer Infografik stellen wir Ihnen alle Six Sigma Rollen und Verantwortlichkeiten noch einmal kurz und knapp vor.

Infografik Six Sigma Rollen

Über den Autor:

Oliver Schneider ist Produktmanager in der DGQ Weiterbildung und dort für die Bereiche Lebensmittelsicherheit, QM im Gesundheits- und Sozialwesen sowie für den Bereich Labormanagement und Medizinprodukte verantwortlich. Der studierte Ernährungswissenschaftler war zuvor für die UMS Training GmbH in Frankfurt sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Rainer Wild-Stiftung in Heidelberg tätig. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeiten war die Konzeption und Betreuung von Fortbildungsveranstaltungen. Berufsbegleitend hat er die Qualifikation zum Qualitätsmanager und zum SixSigma Green Belt absolviert.

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