Interview: Mit dem Master-Studiengang „Quality Engineering“ möchte ich den bestmöglichen Nutzen für das Unternehmen erzielen27 | 06 | 18

Im Herbst 2018 ist es soweit: Der berufsbegleitende Master-Studiengang „Quality Engineering“ von Provadis, der Technischen Akademie Esslingen und der DGQ geht in die nächste Runde. Der Studiengang vermittelt umfassendes Know-how über Planung, Umsetzung und Kontrolle von Qualitätsmanagement – auch im internationalen Umfeld. Mitarbeitern mit Hochschulabschluss bietet er die Chance, sich für eine Führungsposition in der produzierenden Industrie zu qualifizieren, zum Beispiel als Qualitätsingenieur, Qualitätsauditor oder Qualitätsmanager. Die DGQ hat mit Masterstudentin Christine Mayer über den Studiengang gesprochen.

Welche Funktion üben Sie in Ihrem Unternehmen aus?

Seit 2011 bin ich in der Qualitätssicherung tätig. Zu meiner täglichen Arbeit gehört alles, was mit dem Thema SPC zu tun hat. Von der Erstellung von Prüfplänen und Messprogrammen über SPC-Schulungen bis hin zu statistischen Auswertungen der erfassten Daten. Auch das Thema Messen/Messtechnik und Messmittelentwicklung nimmt einen hohen Stellenwert ein.

Wie sind Sie mit dem Thema „Qualität“ in Berührung gekommen. Was ist das Spannende daran?

Für eine Projektarbeit im Rahmen des Bachelor-Maschinenbaustudiums war ich für sechs Wochen in der Qualitätssicherung. Nach dem Studium habe ich direkt wieder in der Qualitätssicherung begonnen. Für mich ist das Spannende daran, dass die Arbeit sehr vielfältig und abwechslungsreich ist. Ich weiß morgens nicht, was mich tagsüber erwartet. Dies setzt natürlich ein sehr hohes Maß an Flexibilität voraus.

Was sind für Sie die größten Herausforderungen beim Thema „Qualität“ im Unternehmen?

Für mich ist die größte Herausforderung die steigenden Kundenanforderungen. Es gilt, mit immer kleiner werdenden Toleranzen, quantitativ mit einem vertretbaren Aufwand zuverlässig zu messen zu können und die Basis für Prozess- und Produktverbesserungen zu schaffen.

Ein berufsgleitendes Studium erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Was hat Sie motiviert den Master „Quality Engineering“ zu beginnen?

Die Motivation für mich war und ist mehr Hintergrundwissen zu erlagen und die Zusammenhänge zu verstehen, um daraus den bestmöglichen Nutzen für das Unternehmen erzielen zu können. Denn viele Werkzeuge und Methoden sind speziell für die Automobilindustrie ausgelegt und können nicht in gleicher Weise in jedem anderen Unternehmen eingesetzt werden. Durch das Studium bzw. durch die Kommilitonen aus den unterschiedlichsten Branchen bekomme ich einen sehr guten Überblick, wie andere Unternehmen für sich Anpassungen und Optimierungen der Werkzeuge und Methoden vornehmen.

Der Studiengang „Quality Engineering“ deckt den Bedarf der Unternehmen rund um das Thema Qualität ab (bspw. Qualitätsingenieur, Qualitätsauditor oder als Qualitätsmanager). In welche Richtung wollen Sie sich orientieren bzw. wo wollen Sie Kompetenzen aufbauen oder vertiefen?

Ich möchte nach wie vor in der Qualitätssicherung als Qualitätsingenieurin arbeiten. Hier habe ich die Möglichkeit, organisatorisch mit der Produktkonstruktion, produktionsnahe mit praktischer Tätigkeit und teilweise in Zusammenarbeit mit dem Kunden zu arbeiten.

Sie sind jetzt im dritten Semester. Was sind Ihre wichtigsten Erfahrungen/Erkenntnisse hinsichtlich dieses Studiengangs. Was ist Ihr Rat an kommende Erstsemester?

Meiner Erfahrung nach ist ein wichtiger Rat, dass der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen ist und einige Abstriche und Kompromisse im privaten Umfeld gemacht werden müssen.

Haben Sie schon ein Thema für Ihre Masterarbeit? Wenn ja, wie haben Sie es gefunden?

Ich habe noch kein Thema. Damit werde ich mich nach den Prüfungen im Juli beschäftigen.

Mehr erfahren:
Weitere Informationen zum Studiengang „Quality Engineering“
Interview mit Christian Ropke zum Master-Studiengang „Quality Engineerining“ lesen

 

Über den Autor:

Christine Mayer ist seit 2011 bei Groz-Beckert in der Qualitätssicherung tätig. Zu ihrer Arbeit gehört alles, was mit dem Thema SPC zu tun hat. Von der Erstellung von Prüfplänen und Messprogrammen über SPC-Schulungen bis hin zu statistischen Auswertungen der erfassten Daten. Zuvor hat Christine Mayer ein Kombistudium im Bereich Maschinenbau absolviert und 2011 ihren Abschluss erworben.

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