Die Qualität der Kommunikation: Watzlawick und QM – passt das gut zusammen?26 | 07 | 19

Warum sollten sich Q-Mitarbeitende mit Kommunikation befassen? Zum Abschluss der Blogstrecke über die fünf Axiome von Paul Watzlawick komme ich zurück zu der Frage, die ich im ersten Blogbeitrag gestellt habe.

Die einfachste Antwort ist: Q-Mitarbeitende müssen mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten, um das QM-System zu etablieren, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Und da wir nicht nicht kommunizieren können, sollten wir so gut wie möglich kommunizieren.

Nach der Auseinandersetzung mit den fünf Axiomen kann man auch antworten: Die Axiome helfen Ihnen, gut zu kommunizieren.

  • Sobald Sie Ideen nicht mehr für Tatsachen halten, werden Sie mehr Energie für die Frage haben, mit Ihren Kollegen vom QM-Konzept zum gelebten QM zu gelangen.
  • Wenn Sie wissen, dass in jeder Äußerung ein Inhalts- und ein Beziehungsaspekt schwingen, können Sie Reaktionen Ihres Gesprächspartners und Ihre eigenen Reaktionen besser verstehen.
  • Über die Beziehungsbrücke geht die Information – mit Small-Talk werden Sie die Beziehung pflegen können.
  • Sie vergeuden keine Zeit damit, in Streitsituationen den Anfang zu suchen, sondern schauen stattdessen darauf, wie es sinnvoll weitergehen kann.
  • Sie verlassen sich nicht ausschließlich auf analoge Kommunikationsweisen und erzeugen somit keine überflüssigen Missverständnisse, sondern achten auf analoge und digitale Botschaften.
  • Sie nutzen die symmetrische und die komplementäre Kommunikation, um durch Kommunikation auf Augenhöhe ihre Gesprächspartner für die gemeinsame Arbeit zu motivieren.

Das ist schon einiges, was Sie selber zu einer gelungenen Kommunikation und damit zu einem guten Kontakt zu Ihren Kollegen beitragen können. Es gibt aber eine noch weitreichendere Antwort, die tief versteckt im fünften Axiom verborgen liegt: durch die Art unserer Kommunikation entsteht unser Bild vom anderen und von uns selbst. Dieses Bild wird durch die Art und Weise des miteinander Sprechens erzeugt, bestätigt oder in Frage gestellt. Watzlawick folgert daraus: Wirklichkeit ist das Ergebnis unserer Kommunikation. Und wenn das so ist, lohnt sich es auch für einen Q-Mitarbeitenden, sich mit Kommunikation zu befassen, damit Sie in einer interessanten, zufriedenstellenden und lebendigen Wirklichkeit leben können.

Für den Fall, dass Sie das gar nicht wollen, empfehle ich das Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ – ebenfalls geschrieben von Paul Watzlawick – mit einem freundlichen Augenzwinkern zum Abschluss.

Jetzt möchten Sie mehr über Kommunikation im Q-Umfeld erfahren?

Dann empfehlen wir Ihnen die Trainings „QM-Teams führen ohne Weisungsbefugnis“ und den Refresher „Gesprächstechnik für Audit und Zusammenarbeit“. Sie sind Auditor oder am Thema Audit interessiert, dann sind unsere Trainings mit hohem Kommunikationsanteil „Interner Auditor“ oder „Auditor Qualität“ für Sie sehr geeignet. Auch schon zu Beginn Ihrer Laufbahn im „Qualitätsmanagement“ oder in der „Qualitätssicherung“ lernen Sie in unseren Lehrgangsreihen die Grundlagen guter Kommunikation. Ein wichtiger Baustein auf Ihrem Weg zu Ihrer erfolgreichen Q-Karriere.

 

Über den Autor:

Die Sprechwissenschaftlerin Susanne Völker berät ihre Kunden zu den Themen Kommunikation, Organisation und Zusammenarbeit. Ihr Leistungsspektrum umfasst die Produkte Moderation, Teamaktivierung, Führungsberatung, Rhetorikcoaching und Stimmtraining. Seit 1999 ist sie für die DGQ als Autorin und Trainerin für sozial-kommunikative Themen in verschiedenen Lehrgangsblöcken tätig und gibt didaktische Impulse. Für die DGQ entwickelte und leitet sie u.a. das Seminar QM-Teams führen ohne Weisungsbefugnis.

2 Kommentare bei “Die Qualität der Kommunikation: Watzlawick und QM – passt das gut zusammen?”

  1. e017c02353b9d30b66fcabfa9605dadc Neutec sagt:

    Interessanter Artikel, guter Rat.

  2. Interessanter Artikel, man kann viel lernen.

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