Die Qualität der Kommunikation: Hinter statistischen Daten verstecken, das klappt nicht!14 | 06 | 19

Die Qualität der Kommunikation spielt gerade im Qualitätsmanagement eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund habe ich in der letzten Woche die gleichnamige Blogpostserie gestartet. Schön, dass Sie sich heute wieder Zeit nehmen. Diesmal steht das erste Axiom der Kommunikationstheorie im Fokus: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Hinter statistischen Daten verstecken, das klappt nicht!

Sie stellen den Qualitätsbericht zusammen? Dann kennen Sie sich mit ZDF – Zahlen-Daten-Fakten – gut aus. Verschwindet der Bericht in einer Schublade, oder geben Sie den Bericht weiter? Kommen dann kritische Fragen?

Auch wenn der Qualitätsbericht ein „Stück Papier“ ist: Uns allen ist klar, dass er für die Unternehmensführung Wichtiges beinhaltet. Sie haben ihn nicht für sich selbst, sondern für andere geschrieben. Und schon befinden Sie sich in einer „sozialen Situation“, wie Watzlawick das nennen würde. Auf die Adressaten wirken nicht nur die reinen Zahlen, sondern auch die Art und Weise, wie Sie die Zahlen darstellen, was Sie hervorheben, welches Fazit Sie ziehen – und dabei haben Sie noch kein Wort geredet!

Das wird in Watzlawicks erstem Axiom ausgerückt:

1. Axiom: „In einer sozialen Situation kann man nicht nicht kommunizieren.“

Selbst wenn Sie in einer Sitzung einfach nur still und leise in der Ecke sitzen, kommunizieren Sie! Ihre Kollegen werden das als eine Botschaft auffassen: „Lass mich in Ruhe!“ oder „Ist mir egal!“ oder „Heute ist nicht mein Tag.“

Das erste Axiom macht uns bewusst, dass wir durch unser Verhalten, unsere Stimmung und durch unsere Äußerungen wirken, weil andere uns wahrnehmen und das Wahrgenommene bewerten bzw. ihm Bedeutung zuschreiben.

Im Qualitätsmanagement arbeiten Sie mit allen Abteilungen zusammen; selbst wenn Sie sich als QM unauffällig hinter Zahlen verstecken wollen, gilt immer noch: Wir können nicht nicht kommunizieren. Andere Abteilungen werden sich z. B. fragen: „Wie kommen die auf diese Zahlen? Was machen die eigentlich? Wofür brauchen wir die?“

Wenn nun das erste Axiom tatsächlich gilt, und wir nicht drum herumkommen, dann können Sie die andere Seite der Medaille nutzen: Kommunizieren Sie so gut wie möglich! Zielorientiert, verständlich und wirkungsvoll, mit dem Bewusstsein, dass sich Ihre Stimmung auf andere überträgt. So können Sie andere motivieren. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um mit Qualität über Qualität zu kommunizieren.

Weiter geht es in acht Tagen. Schauen Sie vorbei. Sie sind herzlich eingeladen. Der folgende Blogbeitrag dieser wissenswerten Reihe heißt: „Die Qualität der Kommunikation: Die Beziehung macht’s!

Über den Autor:

Die Sprechwissenschaftlerin Susanne Völker berät ihre Kunden zu den Themen Kommunikation, Organisation und Zusammenarbeit. Ihr Leistungsspektrum umfasst die Produkte Moderation, Teamaktivierung, Führungsberatung, Rhetorikcoaching und Stimmtraining. Seit 1999 ist sie für die DGQ als Autorin und Trainerin für sozial-kommunikative Themen in verschiedenen Lehrgangsblöcken tätig und gibt didaktische Impulse. Für die DGQ entwickelte und leitet sie u.a. das Seminar QM-Teams führen ohne Weisungsbefugnis.

2 Kommentare bei “Die Qualität der Kommunikation: Hinter statistischen Daten verstecken, das klappt nicht!”

  1. fb9b4ed4c3ab86aae362940cccc97050 Heinz Ludwig sagt:

    Kommentar

  2. fb9b4ed4c3ab86aae362940cccc97050 Heinz Ludwig sagt:

    Wie sagt man so schön:
    Infrmation ist alles!

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