Die 4 häufigsten Fehler bei der Gestaltung von Präsentationen11 | 11 | 20

Wir kennen Sie alle: Präsentationsfolien, die eher zum Weg- als zum Hinsehen anregen. Zu viel Text, unübersichtliche Grafiken und entweder gar keine oder viel zu viele Animationen. Wir haben für Sie die Highlights der Visualisierungsfehler zusammengestellt und geben Ihnen Tipps, wie Sie gute Präsentationen gestalten.

  1. Fehler: Zu viel Text

Machen Sie nicht den Fehler Ihre Präsentation als Skript für sich zu nutzen. Ihre Zuhörer können nicht gleichzeitig einen zusammenhängenden Text lesen und Ihren Ausführungen aufmerksam zuhören. Notieren Sie ausschließlich die wichtigsten Aspekte auf den Folien und fassen Sie den Rest der Information mündlich für die Zuhörerschaft zusammen. Achten Sie hier vor allem darauf, Ihre Kernaussagen einfach und prägnant zu formulieren.

Die Präsentationsfolie ist deutlich zu voll: der Text ist kaum lesbar und erschlägt förmlich.
Durch die klare Strukturierung und die Konzentration auf Stichpunkte bietet die Folie Orientierung.
  1. Fehler: Keine, oder zu viele Visualisierungen und Animationen

Nutzen Sie Bilder, Grafiken und Animationen. Aber auch hier gilt: weniger ist mehr. Grafiken oder Bilder sollten die Kernbotschaft Ihrer Präsentation unterstützen und einen visuellen Anreiz bieten. Die Zuhörer können das Gesprochene dadurch mit einem Bild verknüpfen und sich so die Inhalte besser merken. Achten Sie bei der Verwendung von Bildern jedoch auf die jeweiligen Lizenzrechte.

Auch Animationen unterstützen die Struktur Ihres Vortrags, sollten aber sparsam eingesetzt werden. Elemente, die von allen Seiten einfliegen, sich drehen oder pulsierend erscheinen, lenken eher ab. Reduzieren Sie den Einsatz von Animationen auf einen Typ (z. B. einfaches „Erscheinen“) und animieren Sie eher Sinnzusammenhänge als einzelne Sätze.

Schnell wird klar: mehr ist nicht immer besser.
Oft reicht ein starkes Bild, um eine Aussage zu visualisieren.
  1. Fehler: Zu viele Farben und unterschiedliche Schriftarten

Auch mit unterschiedlichen Farben und Schriftarten sollten Sie sparsam umgehen. Zu viele Farben wirken schnell unübersichtlich. Bei freier Wahl der Schriftarten sollten Sie überlegen, welche auch von weitem gut lesbar ist und die Schrift lieber größer, ohne Serifen und kontrastreich wählen.
Achten Sie außerdem auf das Corporate Design, wenn Sie im Auftrag Ihres Arbeitgebers eine Präsentation gestalten. Hier sind Farben und Schriftarten in der Regel vorgegeben. Innerhalb der Vorgaben lassen sich mit dem wohlüberlegten Einsatz von Schriftfarben, -größen und -arten dennoch Botschaften vermitteln.

Zu viele Schriftarten und -farben werden schnell unübersichtlich.
Die Festlegung auf 1-2 Schriftarten bringt Ruhe in Präsentationen.
  1. Fehler: Zu komplex

Versuchen Sie, Komplexität durch wenig Text und den Einsatz von Bildern oder grafischen Elementen zu reduzieren. Zusammenhänge lassen sich sehr gut durch Pfeile, Tabellen oder andere Formen darstellen. Nutzen Sie im Zweifel lieber eine Folie mehr um Inhalte darzustellen. Folien mit reduziertem Inhalt wirken übersichtlicher und die Zuhörerschaft kann Ihnen besser folgen. Hier kommen auch die oben genannten Tipps wieder zum Einsatz. Die Darstellungen und Inhalte auf den Folien sollten Ihre Präsentation unterstützen, Zusammenhänge veranschaulichen oder Beispiele illustrieren. Auf keinen Fall können sie alle Inhalte transportieren, die Sie vermitteln möchten.

Zu viele komplexe Inhalte auf einer Folie machen es den Zuschauern schwer, sie zu erfassen.
Stattdessen sollten komplexe Inhalte möglichst strukturiert und im Zweifel auf mehrere Folien aufgeteilt werden.

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Über den Autor:

Sabine Gilliar ist systemischer Coach und freiberufliche Unternehmensberaterin bei Gilliar Consulting. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen in der Führungskräfte- und Teamentwicklung sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von Unternehmens-, Führungs-, und Kommunikationsleitlinien. Zudem ist sie Delegierte der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. und Trainerin der DGQ Weiterbildung für Seminare im Bereich Präsentation und Moderation.

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