5 Dinge, die im Arbeitsschutz wichtig sind28 | 04 | 19


Heute – am 28. April – ist Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Eine gute Gelegenheit für jedes Unternehmen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Denn der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist kein Selbstläufer. Er muss organisiert werden.

Diese 5 Dinge sollten Sie beachten:

  • Maßgeblich ist, welches Niveau ein Unternehmen seinen Mitarbeitern bieten möchte. Es gibt Unternehmen, die am Rande des Legalen agieren. Andere setzen vorbildliche Arbeitssicherheit nicht nur um, sondern fördern zudem den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiter. Geschäftsführung und Führungskräfte sind gefragt, einen passenden und machbaren Weg zu gehen.
  • Eine entscheidende Komponente für gelingenden Arbeitsschutz ist die Transparenz und Beurteilung von Gefährdungen, denen Mitarbeiter ausgesetzt sind. Gefährdungen können unter anderem ermittelt werden aus: routinemäßigen und nicht-routinemäßigen Tätigkeiten, Analyse der Infrastruktur, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsbedingungen, Vor- und Notfällen der Vergangenheit, menschlichen Faktoren.
  • Dazu existieren in Deutschland umfangreiche gesetzliche Vorgaben und berufsgenossenschaftliche Regelwerke. Hat ein Unternehmen Standorte oder wichtige Auftragnehmer im Ausland, ist es deutlich stärker eigenverantwortlich in den Arbeitsschutzstandards, die es einhalten will.
  • Auf Basis der bewerteten Gefährdungen und rechtlichen Verpflichtungen ergreift ein Unternehmen Schutzmaßnahmen. Das können technische Lösungen sein, wie abschirmende oder fangende Schutzeinrichtungen oder auch Gefahrstoffsubstitution. Organisatorisch können Belastungsphasen reduziert oder Rotationen eingeführt werden. Sind technische und organisatorische Maßnahmen nicht möglich, bleiben nur noch personenbezogene und verhaltensorientierte Maßnahmen. Training und Unterweisung sind dann unverzichtbar.
  • Damit Arbeitsschutz effektiv wird, ist die Vorbildfunktion aller Führungskräfte und Mitarbeiter gefragt. Das Bewusstsein für Arbeitsschutzbelange kann nur aufrechterhalten werden, wenn Gefährdungen und Schutzmaßnahmen immer wieder Aufmerksamkeit geschenkt wird. Weniger ist bei der Dokumentation oft mehr. Übungen, Wettbewerbe und anschauliche Demonstrationen wirken meist nachhaltiger. Herausforderungen stellen sich, wenn mehrsprachige Anweisungen und Warnungen notwendig sind.

Gut ist ein Unternehmen, wenn es diese Dinge in eine Systematik bringt, die den geforderten und gewünschten Arbeitsschutz sichert und Verbesserungen fördert. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach dem internationalen Standard DIN ISO 45001 bietet hierfür den passenden Rahmen und den Weg zum Erfolg dazu.

Über den Autor:

Claudia Nauta, geb. 1969 in Herten/Westf., ist seit 2004 bei der DGQ in der Weiterbildung beschäftigt. Sie verantwortet dort die Trainings zu Umwelt-, Energie-, Arbeitsschutzmanagementsystemen, Prozessmanagement und Audits. Die Anwendung der ISO-Normen hat sie vorab in der Beratung und in Stabstellenfunktion von der Pike auf gelernt und nebenberuflich als Auditorin in der Zertifizierung sowie als EFQM-Assessorin verfeinert. Die Erfahrungen mit Managementsystemen aus unterschiedlichsten Branchen kombiniert sie in der Weiterbildung mit erwachsenenpädagogischen Konzepten.

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