So sieht’s aus: Kilroy was here – mehr Grafik wagen.27 | 01 | 21

KILROY WAS HERE. Diesen Satz und eine dazugehörige Zeichnung fanden US-amerikanische Soldaten im zweiten Weltkrieg in Europa und auf Pazifikinseln hundertfach auf Wände und Fahrzeuge gemalt. Ein Mysterium, Werk geheimnisvoller Mächte, denn niemand bekannte sich dazu und viele bezeugten, Grafik und Schrift wären vor der Landung dagewesen. Einer von vielen Erklärungsversuchen ist heute, dass ein Schweißnahtprüfer einer Schiffswerft – ein Qualitätssicherer, einer von uns – mit gelber Kreide seinen Namen an bereits von ihm geprüfte Nähte schrieb. Ein Spaßvogel fand, vielleicht auf einem Truppentransporter der Werft, die Markierungen, machte daraus einen Satz, ergänzte die ikonische Grafik und ohne weitere Absprache müssen das Dutzende, Hunderte übernommen und weitergeführt haben. In meiner Schulzeit noch waren Tafeln und Hefte voll davon.

In Besprechungen und Dokumenten sind wir sehr textlastig, sprechen und schreiben viel. Klar, wir sind ja weder Pantomimen noch Grafiker. Aber warum eigentlich nicht, zumindest Grafiker? Im Grunde kennen wir die überragende Wirkung von Geschichten, Metaphern, Diagrammen, Grafiken, Bildern. Sie bieten unseren Sinnen und somit unserem Gehirn zusätzliche und ergänzende Impulse, erleichtern das Verstehen komplizierter Inhalte und fördern die nachhaltige Erinnerung daran. Doch sehen Sie selbst, ich habe Ihnen hierzu eine Grafik erstellt:

In diesem Jahr möchte ich Ihnen jeden Monat eine Grafik zeigen und damit ein Fachthema vertiefen. Sie können Sie für sich lesen oder anderen zeigen. Vielleicht nehmen Sie sie auch als Impuls dafür, mehr eigene Grafiken zu erstellen. Denn Grafiken zu erstellen schafft mehr Erinnerung und Handlungsimpuls, als Grafiken zu „lesen“. Ach, warum schreibe ich’s, die Grafik zeigt’s doch.

Für DGQ-Mitglieder gibt es noch einen weiteren Vorteil: auf DGQplus werden Sie nach und nach alle Grafiken dieser Serie zum Download finden, animiert und in einem Format, das Sie bearbeiten können, um die Grafik nach Bedarf anzupassen und in eigene Präsentationen einzubauen.

Wenn Sie die Grafiken verwenden möchten, sei es aus DGQplus oder hier aus dem Blog heraus, bitte ich Sie lediglich darum, die Quelle anzugeben.

Über den Autor:

Benedikt Sommerhoff analysiert für die DGQ Trends und richtet die Themenarbeit des Vereins darauf aus. Mit Kolleginnen, Kollegen und Mitgliedern der DGQ arbeitet er an den Zukunftsthemen, die Wirtschaft und Gesellschaft und besonders das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung beeinflussen und prägen werden. Er hat an der RWTH Aachen Maschinenbau studiert, an der Bergischen Universität Wuppertal promoviert und ist seit 21 Jahren in unterschiedlichen Fach- und Führungspositionen für die Deutsche Gesellschaft für Qualität tätig.

2 Kommentare bei “So sieht’s aus: Kilroy was here – mehr Grafik wagen.”

  1. f5562b0764625e1aa5a0a303c9131128 Claudia Sunderbrink sagt:

    Sehr geehrter Herr Sommerhoff,
    Sie sprechen mir aus der Seele! Ich bin von je her ein großer Freund von Grafiken und visuellen Darstellungen gerade auch komplexer Zusammenhänge oder Vorgängen.
    Denn nicht alleine die Tatsache,dass muttersprachlich und kulturell inhomogene Teams Worte unterschiedlich erfassen und folglich auch unterschiedliche Konsequenzen aus dem gehörten ziehen lässt sich dadurch meines Erachtens in die gleiche Richtung lenken. Sondern, sie bleiben, wie Bilder länger im Gedächtnis. Dies zeigt sich in Analogie bei der Verwendung von Piktogrammen. Ich freue mich schon aufs nächste Diagramm

    1. 12fad89dbfa0bd7577219e8081bbd19e Benedikt Sommerhoff sagt:

      Das freut mich, Frau Sunderbrink. Ich finde auch, selbst Grafiken erstellen macht richtig Spaß. Vielleicht können wir in großer Runde auch einmal sammeln und zusammentragen, welches unsere jeweils wichtigsten Grafiken (fremde und eigene) sind und waren.

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