Möge die Macht mit dir sein17 | 12 | 15

Star Wars

Das Unternehmen ist ein Sammelbecken. Es schwimmen darin Menschen und Interessensschwärme mit verschiedenen Zielen und Strategien, wie schon im Blogbeitrag QM und Spiele beschrieben. Ein gemeinsam verstandener Zweck bietet Orientierung und hält das gute Stück zusammen. Innerhalb von Machtbeziehungen werden dort einerseits Gestaltungsräume und Autonomie geschaffen. Zum anderen kann mit solchen Interaktionen Kontrolle über die dem unternehmerischen Handeln immer innewohnende Unsicherheit gelingen.

Wovon sprechen wir nun, wenn es um Macht geht: Rücksichtslos ausgespielte Überlegenheit? Eiskalte Unterdrückung? Nein, Macht ist hier – wertneutral – als Abhängigkeit zwischen zwei Akteuren zu verstehen und entsteht erst in diesem Prozess. Niemand besitzt oder hortet sie. Für den Soziologen Max Weber ist Macht einfach „[…] jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“

Im Universum der Science-Fiction Franchise Star Wars dagegen ist mit der Macht ein mystifiziertes, das Universum durchdringendes Energiefeld gemeint, das von Lebewesen beeinflusst werden kann. Der Jedi-Meister Wolf Sazen, ein in der Nutzung dieser Macht besonders fähiger und geschulter Experte, sagt: „Die Macht ist immer mit denen, die sie einsetzen. Die Art, wie du sie einsetzt, zeigt, wer du bist!“

Hier auf der Erde kann QM-getriebener Gestaltungswille erst durch sichtbare Impulse zu verstandener und nachgefragter Entwicklungskompetenz in der Organisation werden. Dabei muss sich auch gegen das Widerstreben anderer Akteure eine beabsichtigte Wirkung erzielen lassen. An internen und externen Schnittstellen, mit der Anwendung organisatorischer Regeln oder auch der Pflege und Kontrolle von Informationskanälen arbeitet QM auf Feldern, die das grundsätzlich möglich machen.

Zwischen Krieg der Sterne (fiktiv) und dem Fest der Liebe (vor der Tür) wünsche ich Ihnen alles Gute und eine friedliche Zeit.

 

Über den Autor:

Malte Fiegler arbeitet im Team Innovation & Transformation der DGQ zu organisationalen Prozessen und Akteuren. Themen, die den Sozialwissenschaftler dabei besonders beschäftigen, sind der unternehmerische Umgang mit Unsicherheit und die Arbeit der Zukunft. Als Untersuchungsgegenstand, Forschungspartner und Adressat der Ergebnisse spielt bei diesen Aktivitäten das diverse Netzwerk der DGQ eine gewichtige Rolle.

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