Lebensmittelsicherheit: Schulungserfolg von externen Seminaren am besten bewertet10 | 12 | 15

Mitarbeiter gezielt einbinden und qualifizieren

Qualitätssicherungssysteme in der Lebensmittelbranche müssen aufgrund steigender rechtlicher Anforderungen und der Übernahme internationaler Standards wie FSSC 22000, IFS Food oder ISO 22000 ständig geprüft und angepasst werden. Um den Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene gerecht zu werden, ist es für ein effizientes Qualitätsmanagementsystem daher notwendig, Mitarbeiter gezielt in die Prozesse einzubinden und im Rahmen geeigneter Schulungsmaßnahmen zu qualifizieren.

E-Learning und Webinare spielen eine untergeordnete Rolle

In einer aktuellen Untersuchung haben die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und die Justus-Liebig-Universität Gießen 72 Mitarbeiter des Qualitätsmanagements aus der Lebensmittelindustrie zu Schulungsmaßnahmen im Qualitätsmanagement befragt. Das Ergebnis: Seminare, Workshops und Schulungen werden mit 69 Prozent am häufigsten genutzt, um Anforderungen und Vorgaben des Qualitätsmanagements zu vermitteln. Auch Newsletter und E-Mails nutzen rund 58 Prozent der Befragten. E-Learning und Webinare spielen mit nur 13 Prozent hingegen eine untergeordnete Rolle. Ein weiteres Ergebnis: Viele Unternehmen führen selbst Fachschulungen, Seminare, Inhouse-Trainings und Workshops mit Referenten aus den eigenen Reihen (96 Prozent) durch. Dabei zeigt die Untersuchung jedoch, dass der Schulungserfolg durch externe Seminare am besten bewertet wird – gefolgt von Fachschulungen, Inhouse-Seminaren und berufsqualifizierenden Weiterbildungen. Die Erfolgskontrolle der Schulungsmaßnahmen der 72 befragten Unternehmen findet vorrangig über die praktische Anwendung bzw. die Wirksamkeitsprüfung vor Ort statt.

Bei Lebensmittelrecht und Sicherheitsbestimmungen besteht größter Handlungsbedarf

Doch wo ist der Bedarf nach Schulungen am größten? Auch dazu liefert die Befragung Ergebnisse: Lebensmittelrecht, Arbeitsumgebung und Sicherheitsbestimmungen sowie Hygiene sind die Themen, bei denen eine vermehrte Schulungsnachfrage existiert (Abbildung 1).

Grafik Lebensmittelsicherheit

Abbildung 1: Befragung zu Themen mit vermehrtem Handlungs- und Schulungsbedarf (Quelle: nach Caroline Mielanczyk, JLU Gießen)

Verantwortung liegt beim Management

Was die Gestaltung der Schulungen anbetrifft, steht mehr als die reine Wissensvermittlung im Vordergrund. Auch den fachlichen Austausch mit anderen Teilnehmern im Rahmen von klassischen Präsenzveranstaltungen finden die Befragten wichtig. Der Wunsch nach Schulungen für den QM-Bereich verdeutlicht das vorhandene Verständnis für Qualität und Lebensmittelsicherheit sowie die hohe Relevanz gut geschulter Mitarbeiter. Die Verantwortung für die Organisation von Fortbildungsmaßnahmen im Qualitätsmanagement sehen die Befragten mehrheitlich bei Vorgesetzten und Management.

(Quelle: DLG-Lebensmittel 06/2015)

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Über den Autor: Oliver Schneider

Oliver Schneider ist Produktmanager in der DGQ Weiterbildung und dort für die Bereiche Lebensmittelsicherheit, QM im Gesundheits- und Sozialwesen sowie für den Bereich Labormanagement und Medizinprodukte verantwortlich. Der studierte Ernährungswissenschaftler war zuvor für die UMS Training GmbH in Frankfurt sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Rainer Wild-Stiftung in Heidelberg tätig. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeiten war die Konzeption und Betreuung von Fortbildungsveranstaltungen. Berufsbegleitend hat er die Qualifikation zum Qualitätsmanager und zum SixSigma Green Belt absolviert.

Ein Kommentar bei “Lebensmittelsicherheit: Schulungserfolg von externen Seminaren am besten bewertet”

  1. 688f156668fa5876c298eb45219af539 Anonymous sagt:

    Die Anforderungen für Lebensmittel haben sich zurecht in den letzten Jahren vermehrt. Dies bedeutet, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Nahrungsmittel als zulassungsfähig gilt. Aufschluss darüber kann eine chemische Analytik schaffen, welche in einem Laboratorium durchgeführt wird.

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