Es ist nie zu spät für ein mehrwertstiftendes Managementsystem – wie Ihnen Job Crafting hilft, Ihr Qualitätsmanagement zu gestalten9 | 02 | 24

Job Crafting, Werkzeuge, Crafting, Strategic Unit

In vielen Unternehmen beklagen Qualitätsmanager eine geringe Wertschätzung, die oft auf das Fehlen eines erkennbaren Mehrwerts durch das QM zurückzuführen ist. Die Sicherung von Konformität und Compliance hat zwar einen starken Einfluss auf Risikominimierung, Reputation und Kundenzufriedenheit. Diese positiven Effekte werden jedoch häufig nicht als Mehrwert wahrgenommen. Der Grund dafür liegt darin, dass das QM als ressourcenintensiv und komplex betrachtet wird. Zudem werden die bei Nichteinhaltung der Konformität drohenden Konsequenzen oft als gering erachtet. Dennoch fokussieren sich viele Qualitätsmanager stark auf Konformität, was möglicherweise auf die ihnen zugeschriebene Rolle, begrenzte Ressourcen und eine fehlende klare Strategie im QM zurückzuführen ist.

QM-Dienstleistungen

Abb. 1: Konformität im Qualitätsmanagement, eigene Darstellung des Fachkreis QM als Organisationsentwicklung

Sogenannte Profit-Center-Prinzipien angewandt auf das Qualitätsmanagement können dabei helfen, die eigene Sichtweise zu erweitern, Aufwand zu reduzieren, Mehrwert zu stiften und damit besser auf die Unternehmensziele einzuzahlen.

QM-Dienstleistungen, Wertbeitrag

Abb. 2: Profit-Center-Prinzipien, eigene Darstellung des Fachkreis QM als Organisationsentwicklung

Eine der Methoden, die zur Strukturierung helfen kann, ist das „Job-Crafting“. Durch einen Job-Crafting-Prozess können Qualitätsmanager ihren Bereich und damit ihre Verantwortlichkeiten und Beziehungen neugestalten. Anstatt sich nur auf den Status Quo zu beschränken, ermöglicht Job Crafting, den Aufgabenbereich besser an die Organisationsstrategie unter Berücksichtigung der eigenen Fähigkeiten, Interessen und Werte anzupassen.

Das 9-Rollen-Modell

Der Fachkreis „QM und Organisationsentwicklung“ hat vor diesem Hintergrund das 9-Rollen-Modell von Olaf Kapinski aufgegriffen und vertieft. Damit steht eine Blaupause für den Job-Crafting-Prozess der Transformation zu einem wertstiftenden Qualitätsmanagement zur Verfügung. Das Modell zeigt, ausgehend von den Erwartungen interner Kunden, einen systematischen Weg dafür auf. Durch die Optimierung und Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und Dienstleistungen wird ein maßgeschneiderter Ansatz für die jeweilige Organisation entwickelt. Dadurch kann das QM eine signifikant höhere Wirksamkeit erreichen, der Qualitätsmanager findet noch mehr Freude an seiner Arbeit und nicht zuletzt möchten Kollegen gerne an der Weiterentwicklung des QM mitarbeiten.

 

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Über den Autor: Pasqual Jahns

Pasqual Jahns, Diplom-Betriebswirt (FH), ist als Global Director Process Management bei der Symrise AG tätig und Mitglied im DGQ-Fachkreis „QM als Organisationsentwicklung“. Mit einem technischen, IT und betriebswirtschaftlichen Hintergrund beschäftigte er sich in den letzten 15 Jahren mit QM-nahen Themen wie dem pharmazeutischen GMP, Compliance, Nachhaltigkeit und zur Zeit mit dem integrierten Management-System bei der Symrise AG.

Ein Kommentar bei “Es ist nie zu spät für ein mehrwertstiftendes Managementsystem – wie Ihnen Job Crafting hilft, Ihr Qualitätsmanagement zu gestalten”

  1. fcb43c4f492f5b61ac73e8d4ca0e3c7d Anonymous sagt:

    Ehrlich gesagt, finde ich, dass du alles einwandfrei gemacht hast, sehr cooler Artikel!

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