Was es für mehr Leistungsfähigkeit von virtuellen Teams zu beachten gilt15 | 07 | 21

Ob Führungskraft, Projektleitung oder Mitarbeiter – fast alle berichten das Gleiche: Die durch das Corona Virus stark zugenommene Virtualisierung bringt große Herausforderungen für die Zusammenarbeit in Teams mit sich. Ein Termin jagt den anderen und gemeinsame Verschnaufpausen an der Kaffeemaschine oder ein Plausch auf dem Flur scheinen der Vergangenheit anzugehören. Und im Meeting selbst ist dann eine starke Versachlichung an der Tagesordnung. Das alles kann langfristig zu einem Gefühl von Ausgebranntsein, Unverbindlichkeit und fehlender Zugehörigkeit führen. Was es deshalb braucht ist ein gezieltes Gegensteuern.

Sicherheit und Vertrauen

In der Google Studie Aristoteles 2019 wurden über 180 Teams im Hinblick auf Faktoren untersucht, die ein Team stark und leistungsfähig machen. Die wichtigsten Aspekte, die auf Platz 1 landeten, waren Psychologische Sicherheit und Vertrauen. Beides entsteht z. B., indem sich Teammitglieder öffnen können und mit ihren Sorgen, Bedürfnissen und Ideen gehört werden. Umso wichtiger ist es, dies auch in virtuellen Settings zu ermöglichen und die Instrumente des digitalen Austauschs nicht nur für eng getaktete Meetings, sondern auch für persönliche Gespräche zu nutzen.

Virtuelle Zusammenarbeit organisieren

Wie kann ich virtuelle Zusammenarbeit organisieren, wenn die Meetings häufig eine One-Man-Show sind und auf Fragen meistens niemand und bestenfalls immer die Gleichen antworten? Hier helfen gezielte Moderationsmethoden: Fragetechniken und Kleingruppenarbeiten mit gezielten Aufgabenstellungen ermöglichen eine breite Beteiligung und bessere Interaktion. Mithilfe einer gut geplanten Meeting-Gestaltung und -Struktur wird wieder eine konstruktive Zusammenarbeit möglich und jedes Teammitglied kann Sichtbarkeit erlangen.

Konstruktiv mit dem New Normal umgehen

Wie auch immer sich das New Normal, die neue Normalität gestaltet, eines ist sicher: Die virtuelle Teamzusammenarbeit wird teilweise erhalten bleiben. Um diese Entwicklung konstruktiv zu meistern und die Leistungsfähigkeit von virtuellen Teams zu ermöglichen, braucht es ein neues Bewusstsein, neue Methoden und Fähigkeiten.

Mehr zu den Grundzügen, die es zum wirksamen Führen eines virtuellen Teams benötigt, erfahren Sie im DGQ-Training.

Über die Autorin:

Davina Eggers ist Beraterin, Trainerin, Moderatorin und Coach bei der ComTeam Group sowie DGQ-Trainerin. Ihre Schwerpunkte sind Persönlichkeits- und Führungskräfteentwicklung. Ein zentraler Ankerpunkt in ihrer Arbeit ist die Begleitung von Menschen in der Auseinandersetzung mit der eigenen inneren Haltung. Von da aus können konstruktive Entwicklungs- und Veränderungsprozesse beginnen.

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