Masterstudiengang „Quality Engineering“ – Erfahrungsbericht einer Absolventin29 | 04 | 20

Masterstudiengang Quality Engineering

Im Herbst ist es wieder soweit: der berufsbegleitende Masterstudiengang „Quality Engineering“ von der Provadis Hochschule, der Technischen Akademie Esslingen und der DGQ geht in die nächste Runde. Der Studiengang vermittelt umfassendes Know-how zum Qualitätsmanagement – auch im internationalen Umfeld. Die DGQ hat mit Masterabsolventin Sarah Mayer über den Studiengang und ihre Erfahrungen gesprochen.

Wodurch entstand Ihr Interesse für das Thema Qualität?

Wie die meisten Qualitäter bin ich da irgendwie reingerutscht. Ich habe meinen Bachelor im Bereich International Management und Unternehmensführung im Rahmen eines dualen Studiums gemacht. Mein Vorgesetzter wollte damals gerne einen Bachelorstudenten in der Qualitätsabteilung einsetzen, sodass ich die Stelle dort besetzt habe. Im Rahmen dessen habe ich Schulungen und Personenzertifikate zum internen Auditor und QMB gemacht und direkt festgestellt, dass das Thema Qualität genau meins ist. Meiner Meinung nach gibt es zwei Stellen, die den Blick über alle Bereiche in einem Unternehmen haben: die Geschäftsführung und das Qualitätsmanagement. Ich fand es von Anfang an klasse, dass man als Qualitätsmanager mit allen Bereichen in Berührung kommt, und meine Begeisterung hat seitdem nicht nachgelassen.

Hat sich durch das Studium Ihr Blick auf das Thema Qualität geändert? Wenn ja, wie?

Durch das Studium habe ich einen deutlich besseren Einblick darin bekommen, was Qualität alles umfassen kann: dass eine gute Kenntniss über Themenfelder wie Produkthaftung, Produzentenhaftung und Produktsicherheit Unternehmen vor großem Schaden bewahren können. Qualität ist ein viel größerer Bereich als sich viele Menschen eigentlich vorstellen. Mit dem Wissen aus dem Studium wurde mir die Tragweite und Relevanz des Themas Qualität für Unternehmen noch einmal viel stärker bewusst.

Ein berufsgleitendes Studium erfordert eine gute Organisation und viel Selbstdisziplin. Was hat Sie motiviert, den Masterstudiengang „Quality Engineering“ zu beenden?

Mich hat vor allem mein großes Interesse am Thema Qualität dazu motiviert, die nötige Eigeninitiative für ein berufsbegleitendes Studium mitzubringen. Über die verfügt man meiner Meinung nach nur, wenn das Thema einen begeistert, denn dann macht es auch Spaß, sich damit zu beschäftigen. Natürlich gehört auch dazu, dass man sich gut organisieren kann. Mein Ehrgeiz war immer, dass ich auch zukünftig im Bereich Qualität arbeiten möchte, daher war es schön, mein Wissen vertiefen zu können.

Bei studienbegleitenden Fallstudien und der Masterarbeit sollten Sie Themen aus ihrem Arbeitsplatz einbringen. Wie wurde dies von Ihrem Arbeitsumfeld aufgenommen? Konnten Sie für Ihre Arbeit davon profitieren?

Zu Beginn des Studiums war schon etwas Skepsis seitens meiner Firma da, ob es denn sein muss, dass ich reale Beispiele aus meinem Unternehmen mit in die Vorlesungen nehme. Aber es war allen bewusst dass das, was man in der Uni bespricht, den Raum nicht verlässt, sodass es dann auch für meine Vorgesetzten kein Problem war.

Für mich waren die Fallstudien sehr hilfreich. Ich konnte beispielsweise die Umsetzung der ISO 9001 Normrevision in meinem Unternehmen zeitgleich als Fallstudie für die Uni nutzen, und habe auf diese Weise sehr guten weiteren Input für meine Anpassungen erhalten. Im Rahmen der Fallstudie habe ich ein Risikomanagement erstellt, das auch heute noch in meinem Unternehmen angewendet wird.

Welches Thema hatte Ihre Masterarbeit?

Ich habe mich in meiner Masterarbeit mit dem Thema Agilität beschäftigt, und dabei eine neue Methode zum Erstellen von agilen FMEAs entwickelt. Die FMEA macht eigentlich sehr strikte Vorgaben; Unternehmen müssen aber zunehmend kurzfristig und flexibel reagieren können, proaktiv statt reaktiv. Das Ergebnis ist ein Instrument, das einfach zu handhaben ist und theoretisch von jedem Unternehmen genutzt werden kann.

Haben Sie schon konkrete Pläne, wie Sie das erlernte Wissen zukünftig in Ihrer Arbeit einbringen und anwenden möchten?

Da gibt es einige Beispiele. Ich habe im Rahmen des Studiums beispielsweise einiges zum Thema Qualitätsrecht gelernt, das mir nun im Bereich Reklamationen hilft, die rechtlichen Grundlagen zu Vertragsrecht, Schadensersatzforderungen etc. einschätzen zu können. Auch das methodische Vorgehen, das wir in der Uni gelernt haben, war sehr hilfreich, um effektiv zu arbeiten. Kommunikationstechniken und die Organisation von Projekten sind weitere Inhalte, die mir im Arbeitsalltag helfen. Und natürlich soll auch das Ergebnis meiner Masterarbeit umgesetzt werden.

Insgesamt kann ich sagen, dass es mein Ziel ist, eine leitende Position im Bereich Qualität zu haben, und ich mich durch das Studium bereit fühle, diese Aufgabe zu erfüllen. Hier kommt mir auch das Zertifikat der DGQ sehr zugute, da es ein großer Benefit am Arbeitsmarkt ist. Die DGQ ist ein bekannter Verein und jedem Qualitäter ein Begriff.

Was würden Sie Interessierten des Studiengangs „Quality Engineering“ gerne mit auf den Weg geben?

Das allerwichtigste bei diesem berufsbegleitenden Studiengang ist es, Interesse am Thema Qualität mitzubringen. Das Studium kann durchaus herausfordernd sein, aber mit genügend Spaß an dem Thema legt man schnell die notwendige Eigeninitiative an den Tag, um das Studium gut zu meistern.

Wir danken Frau Mayer für das Interview und wünschen ihr für ihre berufliche Zukunft alles Gute.

Mehr zum Masterstudiengang „Quality Engineering“, den Sie nun auch in Frankfurt am Main absolvieren können, finden Sie hier.

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