Beiträge von Dr. Benedikt Sommerhoff

Vergessen Sie’s! – Die Zukunft27 | 10

Seit Januar mache ich nun monatlich Vorschläge für das Vergessen. Und suche demnach alle vier Wochen nach einem neuen Thema. Oft beginnt das Schreiben für diese Serie mit einer vagen Idee, einem Begriff, manchmal einem Wortspiel. Seit Tagen geht mir nun dieser Titel nicht aus dem Kopf: Vergessen Sie’s – Die Zukunft. Seine Mehrdeutigkeit, seine verstörende Aussage, seine disruptive Kraft.

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Nachhaltig ist eure Qualität aber nicht! – Ein neuer Qualitätsbegriff.23 | 10

„Qualität ist der Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.“ Das ist seit langem in unserem Fachgebiet, dem Qualitätsmanagement, die Definition von Qualität. Sie entstand, um Klarheit über Konformität und Nichtkonformität zu schaffen. Die Entwicklung einer neuartigen Qualitäts- und Innovationskultur sowie die Berücksichtigung von irrational wirkenden, wahrnehmungsabhängigen, emotionalen Aspekten sowie eine dringend notwendige Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten stellen die Tauglichkeit dieses klassischen Qualitätsbegriffs der ISO 9001-Familie im Unternehmensalltag jedoch in Frage. Folgende Punkte sind dabei genauer zu betrachten.

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QM und QS im Wandel: Agiles Qualitätsmanagement21 | 10

Agilität – können Sie das Wort noch hören und lesen? Agilität, Agilität, Agilität. Agile Projektarbeit, agiles Unternehmen, agiles Qualitätsmanagement. Wir kommen am Begriff nicht vorbei. Aber wie sieht es mit der Umsetzung aus? Was den Begriff für viele von uns so schwierig und für einige auch umstritten macht, ist das, was mit vielen guten und allen schlechten Managementthemen passiert.

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Vergessen Sie’s! – die Idee vom Idealzustand24 | 09

„Entscheidet Euch doch endlich!“, wollen wir den Leitungen oft zurufen. Für Zentralisierung oder Dezentralisierung, für Outsourcing oder Insourcing, für diese oder jene Prozesslandschaft, für oder gegen die Zertifizierung usw. Denn vor drei Jahren habe wir doch erst zentralisiert, weil ihre sagtet, die Dezentralisierung hat zu viele Nachteile. Und nun wieder zurück zur Dezentralisierung? Es gibt keinen Idealzustand. Für nichts in der Organisation. Alles hat Vor- und Nachteile.

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QM und QS im Wandel: Kollektive Qualitätssicherung des Liefernetzes22 | 09

Unter vier Augen sprechen Kolleginnen und Kollegen aus dem Qualitätsmanagement Tacheles: Es läuft so einiges schief in der Lieferkette. Da vertuschen wir Fehler, verschweigen oder beschönigen Probleme und machen so manches X für ein U vor. Wer darin eingebunden ist, hat extreme Bauchschmerzen. Den eigenen Ansprüchen genügt das nicht. Doch für so manches Zulieferunternehmen geht es hier ums Überleben. Denn die großen Kunden bestrafen Qualitätsehrlichkeit teilweise unerbittlich mit Strafen, Regressen und Auftragsentzug.

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Vergessen Sie’s! – das P26 | 08

Halt, nicht ganz so schnell. Das P brauchen wir schon noch, wir haben im lateinischen Alphabet ohnehin so wenige Zeichen, viel weniger als die chinesische Schrift und China ist auf dem Weg, sich die ganze Welt untertan zu machen. Wir brauchen also jeden einzelnen Buchstaben. Nein, ich meine im PDCA können wir das P vergessen. Ja in unserem PDCA, dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus, diesem das Qualitätsmanagement so lange dominierenden Kreis, ist ein P abzugeben.

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Deformalisierung – Vom dysfunktionalen Zuviel zum gelingenden Genug30 | 07

Sie kennen das. Bei der Steuerklärung, der Anmeldung der Kinder für eine Schule, beim Beantragen eines Visums für China: Aufwändige Prozesse, für die Sie keine Routine haben, Formalien, deren Funktion sich Ihnen nicht erschließt, Ablehnungen aus formalen Gründen, das Gefühl, einer fremden Person ausgeliefert zu sein, deren Motive, Begründungen und Handlungen Sie nicht verstehen und die ihnen enorme Schwierigkeiten machen können. Ist es im Unternehmen für Mitarbeiter nicht auch immer wieder so, dass sie sich an Regeln halten sollen, deren Sinn sie nicht verstehen und die aus ihrer Sicht überkompliziert, nicht zielführend, dysfunktional und manchmal sogar paradox sind?

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Vergessen Sie’s! – Quality Function Deployment (QFD)28 | 07

In den 1960ern entwickelte der Japaner Yoji Akao das Quality Function Deployment (QFD), eine Methode zur systematischen Transformation von Kundenanforderungen in Qualitätsmerkmale und der Qualitätsmerkmale in Prozessmerkmale. Toyota übernahm sie in den 70ern. Damals richteten sich immer mehr Blicke auf Japan und insbesondere Toyota, erkannten doch immer mehr Manager weltweit, dass die Japaner bezogen auf Qualität und Kundenorientierung beste Praktiken einsetzten.

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Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Wandel24 | 07

Mit einem Bein und sicherem Tritt in der vertrauten Welt, mit dem anderen Bein bereits in einer neuen magisch erscheinenden Welt noch Halt suchend – so geht es heutzutage den meisten Organisationen. Dieser Zustand betrifft nicht nur Produkte, Systeme und Prozesse, sondern ganze Branchen und Geschäftsmodelle. Und es betrifft somit auch Qualitätsmanager und Qualitätssicherer. Wie ein vergilbtes Bild an einer Pinnwand hängt es seit 30 Jahren in zahlreichen Köpfen: Qualitätsmanagement, das sind Männer und Frauen, die Zertifizierungsauditoren durch die Büros, Dienstleistungsbereiche oder die Produktion begleiten.

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Vergessen Sie’s! – Kundenzufriedenheitsbefragungen24 | 06

Die Ambition hinter Kundenzufriedenheitsbefragungen ist grundlegend und unverzichtbar. Mit Produkten und Dienstleistungen müssen wir Kunden zufrieden machen, heißt es. Auch, aber nicht nur, sage ich. Aber dazu später mehr. Eine alte Qualitätler-Weisheit besagt: „Was Du nicht messen kannst, kannst Du nicht verbessern“. Was jedoch nicht stimmt: wenn ich das gleiche tue, erziele ich die gleiche Verbesserung, ob ich messe, oder nicht. Aber schon gut, ich stehe ja auch dazu, dass Messen fundamental wichtig ist, um zielgerichtet zu verbessern.

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